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ARBEITSKREIS ÖKONOMIE

Prof. Dr. Arnold Picot (Co-Arbeitskreisleiter)
Dr. Rahild Neuburger (Arbeitskreisleiterin)
Yvonne Berchtold (wissenschaftliche Mitarbeiterin)

Die ökonomische Betrachtung von Big Data erfordert zu Beginn eine problemorientierte Abgrenzung dieses Begriffes. Dabei ist insbesondere herauszuarbeiten, wie Daten und im Speziellen große Datenmengen bisher wirtschaftlich betrachtet wurden und welche Besonderheiten Big Data aus ökonomischer Perspektive bietet.

Vor diesem Hintergrund wird Big Data unter verschiedenen, kontextspezifischen Blickwinkeln beleuchtet: aus Unternehmens-, Branchen- sowie einer übergreifenden ökonomischen Perspektive.

Aus UNTERNEHMENSPERSPEKTIVE stehen strategische und/oder operative Potenziale der Unternehmensentwicklung im Vordergrund. Dazu gehören mögliche Auswirkungen von Big Data auf Marktansprache und Marktentwicklung, auf Internationalisierungsbestrebungen, auf die Gestaltung von Organisations-, Wertschöpfungs- und Produktionsprozessen, auf die Entwicklung erforderlicher Kompetenzen bei Mitarbeitern und Management, ebenso wie potenzielle Einflüsse auf die Zusammenarbeit innerhalb der Wertschöpfungskette und deren Stufen. Zu betrachten sind zudem Geschäftsmodelle, die eine Differenzierung zwischen Big Data als Dienstleistung sowie Big Data in Dienstleistungen und anderen Marktangeboten erfordern. Basis hierfür ist eine nähere Auseinandersetzung mit der Big Data-Wertschöpfungskette an sich.

Die Untersuchung aus BRANCHENPERSPEKTIVE ist primär darauf ausgerichtet, Potenziale von Big Data in unterschiedlichen Wirtschaftszweigen aufzuzeigen und deren mögliche Veränderung hinsichtlich Konvergenz, Zusammenarbeit und der Herausbildung branchenübergreifender Geschäftsmodelle darzustellen.

Im Rahmen der ÜBERGREIFENDEN BETRACHTUNGEN sollen insbesondere Chancen und Risiken einer Echtzeit-Ökonomie, Möglichkeiten und Grenzen einer datengestützten Prognose im wirtschaftlichen Umfeld, Implikationen datenbasierter Prozesse einschließlich der offenen eigentumsrechtlichen Fragen für Wettbewerb und wirtschaftliche Entwicklung sowie die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands im internationalen Vergleich hinsichtlich Big Data thematisiert und diskutiert werden.

Um diese komplexe Themenvielfalt der ökonomischen Perspektive fundiert untersuchen und offene Fragen priorisieren zu können, erfolgt derzeit die Zusammensetzung eines Expertenkreises, durch dessen begleitende Beratung die hier skizzierten Gegenstände vertieft und weiterentwickelt werden.

Mitglieder des Arbeitskreises:

Dr. Markus Eberl (Senior Director Applied Marketing Science, TNS Infrastest, München)

Dr. Stephan Fischer (Head of Software Development, TRUMPF GmbH + Co. KG, Ditzingen)

Prof. Dr. Justus Haucap (Direktor Duesseldorf Institute for Competition Economics, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf)

Prof. Dr. Thomas Hess (Direktor des Instituts für Wirtschaftsinformatik und Neue Medien, LMU München)

Prof. Dr. Manfred Schwaiger (Vorstand des Instituts für Marktorientierte Unternehmensführung, LMU München)

Prof. Dr. Sonja Zillner (Senior Key Expert Corporate Technology, Siemens AG, München)

Tomislav Zorc (Geschäftsführender Gesellschafter comSysto GmbH, München)